Geschlossene Fonds wie der MCT Shipping Opportunity haben sich als fester Bestandteil im Anlage-Mix der Assetklassen etabliert
Geschrieben von admin am 2. September 2010 | Abgelegt unter Allgemein
Beispiel: MCT Shipping Opportunity – Initiator MCT – Kategorie Schiffe Sonstiges
Seit 2005 ticken die Uhren in der Welt der geschlossenen Fonds anders – vor rund fünf Jahren trat der Paragraf 15a/b des Einkommensteuergesetzes in Kraft, der die Abschreibungsmöglichkeiten von Fonds seitdem drastisch begrenzt. Von da an waren ausschüttungsorientierte Konzepte gefragt, was der Beteiligungsbranche gleich in mehrfacher Hinsicht gutgetan hat. Zum einen kommt so auch bei geschlossenen Fonds die Rendite vor allem aus der Wertschöpfung des Anlageobjekts. Zum Zweiten können sich geschlossene Fonds jetzt mit anderen Anlageformen vergleichen und messen lassen. Zum Dritten bewegt sich die Branche aus der Ecke des „grauen Kapitalmarkts” heraus und gewinnt damit auch die öffentliche Beachtung, die ihr aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung längst zukommt.
Denn das von Initiatoren und Vertrieb seit 1992 mobilisierte Eigenkapital hat die 190-Milliarden-Euro-Grenze locker überschritten.
Bezüglich ihrer Transparenz müssen sich geschlossene Fonds nicht mehr vor anderen Kapitalanlagen verstecken. Ganz im Gegenteil: Ebenfalls seit 2005 gilt für sie die Pflicht, in den Verkaufsprospekten umfänglich über den Initiator und das Anlageobjekt aufzuklären. Der Prospekt wird auf diese formalen Kriterien hin von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gecheckt. Eine qualitative Prüfung des Fondsangebots liefert der Formal-Check natürlich nicht – das bleibt weiterhin die Aufgabe des Finanzberaters oder des Investors. (Quelle: Das Investment)
Hier einige Daten für den Vergleich:
Bei dem vorliegenden Fondskonzept handelt es sich um einen sogenannten Blind-Pool. Dies bedeutet, dass die zu erwerbenden Schiffe zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nicht bekannt sind. Es ist geplant, dass die Gesellschaft entsprechend dem Platzierungsverlauf bei sich bietenden Gelegenheiten jeweils ein oder mehrere Seeschiffe erwirbt. Vor jeder Investition ist die Zustimmung eines unabhängigen Investitionsausschusses bestehend aus mindestens drei Mitgliedern, die nachweislich über langjährige Erfahrung in der Schifffahrt verfügen sowie die Freigabe der Mittel durch den Mittelfreigabekontrolleur zwingend notwendig. Der Investitionsfokus soll im Wesentlichen auf marktgängigen Containerschiffen in der Größenklasse von 1.000 bis 4.000 TEU sowie ggf. auch Bulkern und Produkten- und Chemikalientankern bis ca. 80.000 tdw (Panmax-Klasse) liegen. Aus Gründen der Haftung erfolgt der Ankauf der Schiffe jeweils über noch zu gründende 100%-ige Tochtergesellschaften der Fondsgesellschaft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG. Die Tochtergesellschaften werden jeweils mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um neben dem Ankaufspreis der Seeschiffe inkl. Nebenkosten ihre jeweiligen Verwaltungskosten sowie alle laufenden Schiffsbetriebskosten in etwaigen beschäftigungslosen Liegezeiten bestreiten zu können. Hierfür wird ausschließlich Eigenkapital eingesetzt. Eine Fremdfinanzierung durch Schiffshypotheken ist nicht geplant. Die Schließung der Gesellschaft erfolgt spätestens zum 31. Dezember 2010, sofern die Geschäftsleitung der Gesellschaft nicht eine Verlängerung der Platzierungsphase um weitere maximal 12 Monate beschließt.
Die geplante Laufzeit nach Schließung des Fonds liegt bei vier bis acht Jahren. Grundsätzlich wird dieGesellschaft jedoch auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Gesellschafter können das Gesellschaftsverhältnis erstmals zum 31. Dezember 2018 ordentlich kündigen. Eine vorzeitige Beendigung der Gesellschaft durch Gesellschafterbeschluss ist jederzeit möglich.